Wie, das ist hier schon der 50. Post? Jup, passiert^^ Dann arbeiten wir mal an den nächsten 50 :D
Okay, eigentlich war das nicht der Grund, weshalb ich gerade am schreiben bin. Ich hatte die letzten Tage über eine ziemliche Tiefphase, nachdem die Wochen, seit ich wieder aus meinem Urlaub bei Hotel Mama zurück bin, echt toll waren. Ich hab mir am Wochenende in Wertheim (ja, Bilder kommen noch, bin nur selber noch nicht zum durchschaun gekommen) ne fette Erkältung geholt, abgesehen von Fieber war alles dabei. Dementsprechend lief auch nichts mit lernen oder sonstwie produktiv sein, ich saß so ziemlich den ganzen Tag daheim vor dem Laptop und hab Dr. House gesuchtet.
Nur, ich komm mit so viel Ruhe und Unproduktivität nicht gut klar, ich fühle mich recht schnell faul und unnütz, weil eigentlich hab ich was zu tun, aber ich schaffe es einfach nicht, mich aufzuraffen. Objektiv gesehen war das auch einfach nicht möglich, ich habs versucht, aber nachdem ich mir eine Frage vier mal durchgelesen hatte und immer noch nicht den Sinn dahinter verstanden hatte, hab ich aufgegeben. Aber seit wann sind Emotionen objektiv..
Es ist schwer, sich Pausen zu erlauben, und gleichzeitig nicht die Kontrolle darüber zu verlieren. Ich pendle sehr oft zwischen Extremen, ein Mittelmaß existiert für mich in den wenigsten Fällen. Entweder ich bin produktiv und schaffe etwas, oder ich liege den ganzen Tag im Bett oder vergammel vor dem Laptop. Ganz oft passiert es mir auch, dass ich total übermotiviert etwas anfange, aber nach wenigen Stunden oder Tagen die Lust daran verliere und ich es wieder weglege und es im Schrank oder einer Ecke verstaubt. So befriedigend es ist, einen Punkt auf der To Do Liste abzuhaken, es fällt mir oft extrem schwer eine Sache abzuschließen.
Solang etwas in Arbeit ist kann man es noch verändern, verbessern, verwerfen und neu beginnen. Aber sobald etwas fertig ist, wird es zur Prüfung eingereicht, und dann beginnt das Bangen, welches Urteil darüber gefällt wird. Und jedes Mal ist da die Angst, es könnte nicht gut genug sein. In meinen Augen ist es das sowieso nie.
Doch immer wieder zeigen mir wundervolle Menschen, dass es gut ist was ich mache, dass ich durchaus Talente habe, egal wie oft und wie wehement ich mir diese abspreche.
Nur ist da dann wieder dieser Perfektionismus - wenn man eine Disziplin nicht vollkommen fehlerlos beherrscht, so beherrscht man sie überhaupt nicht. Ich nenne mich Tänzer, doch vergleiche ich mich mit Schülern der John Cranko Schule oder der Vaganova Akademie, dann kann ich nichts. Natürlich, würde mir jetzt jeder sagen, das sind auch Profis, das ist deren Beruf, die leben davon, und ich mache das einmal die Woche, mit vielleicht ein, zwei Zusatzstunden daheim in der Woche, aber dieses Argument zählt für mich nicht. Ich nenne mich Chemiestudent, aber was hab ich bisher geschafft? Mein Schnitt ist mehr als schlecht, Physik hab ich nichtmal bestanden, und was mein Wissen angeht, nun ja, viel hab ich von den ersten beiden Semestern nicht behalten.. Und schlussendlich behaupte ich, nähen zu können - doch sehe ich die Werke anderer und will am liebsten alles zerreißen was ich bisher geschaffen habe..
Ich versuche immer wieder, mir meine Talente zuzusprechen, mir zu erlauben, Fehler zu machen, doch einfach ist das nicht, wenn perfekt bisher immer gerade gut genug gewesen ist.
Doch ich arbeite daran, das muss ich. Ich will mich nicht aufgeben, ich will ein lebenswertes Leben. Kein Dahinvegetieren, kein vor sich hin Leiden, ich will Freude und Lachen und auch Schmerz, ich will alles was das Leben herzugeben hat! Und wenn ich dafür unperfekt sein muss, dann muss ich das wohl akzeptieren. Vielleicht nicht gerade heute oder morgen, aber Stück für Stück, und irgendwann kann ich sagen, ja, das ist das Leben das ich mir wünsche :)
Oh, ihr tollen Menschlein da draußen, danke für eure lieben Worte und eure nicht enden wollende Geduld mit mir - ihr seid wundervoll!
Und damit bin ich weg, mich weiter den Klängen von Mel[l]ancholic Romance auf VoxNoctem hingeben :)
Posts mit dem Label Zukunft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Zukunft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Donnerstag, 25. September 2014
Sonntag, 31. August 2014
Eine neue Geschichte
Ich hatte lange Angst vor diesem Schritt, Verantwortung für
mich und mein Leben zu übernehmen. Es ist beängstigend, verstörend, wenn der
Körper eine Veränderung durchläuft, für die der Geist noch nicht bereit ist.
Als ich Kind war, war alles gut. Zumindest will ich es mir so einreden. Doch
langsam beginnt dieses Bild zu zerfallen.
Die Streitereien der Eltern, die Hänseleien und das Mobbing
in der Schule, immer wieder Freunde zu verlieren, weil man nicht gut genug
angepasst und nicht ‚normal’ genug ist. All das ist auch meine Kindheit. Und an
diesen Punkt, diesen Punkt der Hilflosigkeit, der Enttäuschung, der
Selbstzweifel, an diesen Punkt will ich nie wieder gelangen. Ich will
abschließen mit diesem Kapitel des Schmerzes, der Zeit der Dunkelheit.
Ich habe mich oft gefragt, weshalb ich nicht selten wie ein
Kind behandelt werde. Weshalb man mir nichts zutraut, diesem verschüchterten,
kleinen Ding. Der Grund ist einfach wie banal: ich sehe aus wie ein Kind. Ein
dünnes, durchscheinendes Etwas, das sich am liebsten in der Ecke zusammenkauern
würde, aus Angst, von jemandem beachtet und wahrgenommen zu werden.
Gleichzeitig sehne ich mich mehr denn je nach eben jener Beachtung, bin
verletzt, wenn man mich übersieht, und kauere mich aus Frustration und Verzweiflung
darüber in der Ecke zusammen. Doch bin ich schon lang nicht mehr dieses Kind.
Ich habe viel gesehen und erlebt, möglicherweise zu viel, habe mich immer
wieder nach diesem Kindsein zurückgesehnt, diese Zeit, in der man keine
Verantwortung für sein Leben übernehmen muss, in der andere, die ‚großen’
Erwachsenen alle Angelegenheiten für einen regeln, in denen man nur still und
brav dazusitzen hat und artig seine Hausaufgaben macht.
Doch um in diese Zeit zurückzukehren, musste ich das
Bühnenbild und die Darsteller anpassen, musste die Uhrzeiger auf die Position
drehen, bei der ich wieder von null anfangen und mein Leben neu beginnen
könnte. In dieser Idee, dieser Ideologie, gibt es einen entscheidenden Fehler:
die Zeit lässt sich nicht manipulieren. Die Tage, Monate, Jahre, die ich darauf
verwendete, in die Vergangenheit zu reisen und alles zu ändern, liefen in der
Realität weiter. In meinem Kopf war ich wieder Kind, oder befand mich auf
bestem Weg dahin, während sich mein Äußeres und mein Leben der Zukunft
entgegenwendete. Doch nicht mein gesamtes Äußeres – ich hielt meinen Körper
soweit unter Kontrolle, dass er sich nicht signifikant weiterentwickelte. Es
gab etwas, das ich kontrollieren konnte, während mir alles andere zu entgleiten
drohte, und ich griff in meiner Verzweiflung danach. Jedoch ist das Problem an
der ganzen Sache, dass man sich nicht fortläufig zurückentwickeln kann. Denn
der Punkt, an dem man noch einmal von vorn beginnen kann, der existiert nicht.
Nicht in diesem Leben. Und das ist es, was ich will: ich will leben! Ich will
nicht dieses Scheinleben aufrecht erhalten müssen, dieses große Theaterstück,
das ich bis zur letzten Zeile einstudiert und perfektioniert habe. Doch um den
Vorhang entgültig zu schließen, um einem neuen Stück Platz zu machen, muss ein
entscheidender Schritt getan werden: ich muss Verantwortung für mich selbst
übernehmen, ich muss zu meinem Selbst stehen, von dem ich bisher wenn überhaupt
nur einen Bruchteil gesehen habe, nur um ihn gleich wieder sorgfältig in der
hintersten Schublade zu verstecken.
So schwer und beängstigend dieser Schritt im ersten Moment
aussieht und so gern ich ihm, wie so oft, aus dem Weg gehen würde, er muss
getan werden. Nein, ich, ich selbst muss ihn tun. Das kann niemand für mich
tun. Viele Menschen können mir dabei helfen, und ich schätze mich mehr als
glücklich, eben solche Menschen zu meinen Freunden zu zählen, doch den
eigentlichen Schritt an sich muss ich selbst wagen.
Darum schließe ich nun ab mit diesem Kapitel. Ich blättere
die letzte Seite um, nehme das Lesezeichen heraus, schließe das Buch und stelle
es zu den anderen, welche die Geschichte meines Lebens erzählen.
Nun ist Zeit für eine neue Geschichte, eine Geschichte des
Glücks, der Hoffnung, und vor allem: eine Geschichte der Zukunft.
Sonntag, 24. August 2014
Es ist Zeit zu kämpfen
Ich bin eine Kämpferin. War ich schon immer. Oft gab es in meinem Leben Menschen und Situationen, die mich fertig gemacht haben. Die auch weiter auf mich eingeprügelt und mich ausgelacht haben, als ich schon auf dem Boden lag. Doch jedes Mal bin ich wieder aufgestanden und haben ihnen allein mit diesem Akt des Widerstands ins Gesicht gespuckt. Ich weiß zwar nicht, ob sie das so wahrgenommen haben, doch mir gab es immer wieder ein Gefühl von Stärke, von Selbstsicherheit, ich hatte mich gewehrt, auch wenn das vielleicht nur für mich ersichtlich war.
Doch manchmal heißt kämpfen nicht, sich gegen etwas zu wehren, sondern für eine Sache einzustehen, sich für etwas stark zu machen, weiterkommen zu wollen. An diesem Punkt stehe ich heute. Wobei man auch immer die Frage bedenken muss, ob es sich wirklich lohnt, für etwas zu kämpfen. Wird das, was am Ende dabei herauskommt, wirklich das sein, was man erwartet hat? Nun, das wird sich zeigen, das kann man nie im Voraus wissen. Außer man kann in die Zukunft sehen, und ich wage zu behaupten dass diese Gabe recht selten ist - ich für meinen Teil besitze sie nicht, weshalb ich darauf vertrauen muss, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Und sollte ich es nicht sein, dass ich es früh genug erkenne und einen anderen finde. Den gleichen Weg zurückzugehen, den ich gekommen bin, ich weigere mich, dies zu tun. Es mag ignorant und überheblich klingen, doch suche ich mir lieber neue, unbegangene Wege querfeldein, als die ausgetretenen Pfade in die Vergangenheit zu wählen. Dass dabei vieles unentdeckt bleibt - oft erkennt man Dinge erst auf den zweiten Blick, nachdem man schon einmal daran vorbeigelaufen ist - das ist mir bewusst. Auch gibt es Dinge, die lassen einem keine Ruhe, suchen einen heim des nachts, halten einen in ihrer Umklammerung, bis man den Mut und die Kraft findet, die alten Geister zur Ruhe zu schicken.
Ich habe viele solcher Geister, und einige davon begleiten mich immer noch, Tag für Tag. Sie flüstern mir Dinge ein, die ich nicht hören will, sähen Angst und Zweifel in mir, ziehen mich in Tiefen, aus denen ich aus eigener Kraft nicht mehr aufsteigen kann. Dabei stellen sie sich so geschickt an, dass man gar nicht merkt, wie tief man schon in ihre Lehren eingetaucht ist, und erst viel zu spät erkennt, dass man nicht mehr genug Luft hat, um wieder die Oberfläche zu erreichen. Versuche ich, sie zur Ruhe zu schicken, so verfallen sie oft nur in einen kurzen Schlummer, nur um kurz darauf nur noch stärker wieder zu erwachen, während ich noch meine Wunden lecke.
Doch wie ich schon sagte, ich bin eine Kämpferin. Ich haben meine Waffen gewählt. Es sind zwei an der Zahl: die erste, ist das Wort. Denn jedes Wort, dass ich über meine Geister schreibe, spreche, jede Verbalisierung ihrer Schrecklichkeit macht sie kleiner und weniger furchteinflößend. Wie in der Geschichte über die schrecklichen Riesen, die es sich im Schloss des einst so fröhlichen Königs bequem machen, dann aber durch Freude und Lachen immer weiter schrumpfen und am eine kleiner als Staubkörnchen sind, genauso verhält es sich mit den Geistern der Vergangenheit. Schweigen, Angst, Isolation lassen sie wachsen, lassen sie erstarken. Doch je mehr man sie zum Gegenstand von Konversation macht, je mehr man über sie herausfindet, desto kleiner und schwächer werden sie.
Doch ich sprach von zwei Waffen. Die zweite ist die vielleicht ungreifbarste und diejenige, die man am wenigsten verstehen kann - ich mag sie kaum benennen, denn das Wort, welches sie beschreibt, ist so banal und so platt, dass man kaum erkennen kann, welche Kraft dieser Waffe innewohnt. Die Waffe, die ich meine, ist die Liebe. Denn auch das ist es, was die Geister tun: Sie machen einen glauben, dass man es nicht Wert ist, geliebt zu werden. Dass mann der Liebe nicht würdig ist. Dass man sie nicht braucht, sie überflüssig ist, überbewertet wird. Man verlernt, Menschen zu lieben, sieht sie nur noch als seine Feinde, während der eigentliche Feind zum besten Freund wird. Deshalb wende ich mich nun genau dieser Waffe zu. Denn mit der Liebe kommt auch die Freude, das Lachen, das Leben zurück. Denn keiner kann leben, ohne zu lieben. Wer das behauptet, der lügt sich selbst etwas vor. Oder ist ein Psychopath, aber diesen Fall überlassen wir lieber den Psychologen und anderen Seelenklemptnern.
Es dauert seine Zeit, zu akzeptieren und sich daran zu freuen, geliebt zu werden, doch ich denke es lohnt sich. Ich bin noch lange nicht am Ende dieser Reise angelangt, der Reise zu meinem Ich, was auch immer das sein mag. Nach Freud ist das Ich derjenige Teil des Menschen, der zwischen dem Es, also den Instinkten, und dem Über-Ich, in Form des Gewissens, vermittelt. Es ist der Teil, der uns zum Menschen macht. Wir haben Instinkte, haben grundlegende Triebe, doch lassen wir uns nicht von ihnen steuern. Auch sind wir keine gefühlskalten Un-Menschen, die nur danach handeln, was für sie selbst das beste ist.
Doch ich denke, das Ich macht noch sehr viel mehr aus. Es ist unser innerer Antrieb, das, was und den Grund liefert, warum wir hier sind. Ob das stimmt, weiß ich nicht, das kann ich sagen, wenn ich es gefunden habe. Doch eins weiß ich: die Reise wird noch lange nicht zu Ende sein, und das ist ganz bestimmt noch nicht alles.
Nun, ich bin ein wenig abgescheift. Ich sprach vom Kämpfen. Davon, dass man sich überlegen sollte, ob es sich lohnt für etwas zu kämpfen. Nun, ich würde sagen, das was einen im Hier und Jetzt, in diesem Moment, vorantreibt, das, was einen einen Sinn im Leben sehen lässt, das, was Zukunft verspricht, dafür lohnt es sich immer zu kämpfen. Egal wie diese Zukunft aussehen mag, und egal worin dieser Sinn bestehen mag.
Darum: Kämpft! Kämpft um euer Leben!
Doch manchmal heißt kämpfen nicht, sich gegen etwas zu wehren, sondern für eine Sache einzustehen, sich für etwas stark zu machen, weiterkommen zu wollen. An diesem Punkt stehe ich heute. Wobei man auch immer die Frage bedenken muss, ob es sich wirklich lohnt, für etwas zu kämpfen. Wird das, was am Ende dabei herauskommt, wirklich das sein, was man erwartet hat? Nun, das wird sich zeigen, das kann man nie im Voraus wissen. Außer man kann in die Zukunft sehen, und ich wage zu behaupten dass diese Gabe recht selten ist - ich für meinen Teil besitze sie nicht, weshalb ich darauf vertrauen muss, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Und sollte ich es nicht sein, dass ich es früh genug erkenne und einen anderen finde. Den gleichen Weg zurückzugehen, den ich gekommen bin, ich weigere mich, dies zu tun. Es mag ignorant und überheblich klingen, doch suche ich mir lieber neue, unbegangene Wege querfeldein, als die ausgetretenen Pfade in die Vergangenheit zu wählen. Dass dabei vieles unentdeckt bleibt - oft erkennt man Dinge erst auf den zweiten Blick, nachdem man schon einmal daran vorbeigelaufen ist - das ist mir bewusst. Auch gibt es Dinge, die lassen einem keine Ruhe, suchen einen heim des nachts, halten einen in ihrer Umklammerung, bis man den Mut und die Kraft findet, die alten Geister zur Ruhe zu schicken.
Ich habe viele solcher Geister, und einige davon begleiten mich immer noch, Tag für Tag. Sie flüstern mir Dinge ein, die ich nicht hören will, sähen Angst und Zweifel in mir, ziehen mich in Tiefen, aus denen ich aus eigener Kraft nicht mehr aufsteigen kann. Dabei stellen sie sich so geschickt an, dass man gar nicht merkt, wie tief man schon in ihre Lehren eingetaucht ist, und erst viel zu spät erkennt, dass man nicht mehr genug Luft hat, um wieder die Oberfläche zu erreichen. Versuche ich, sie zur Ruhe zu schicken, so verfallen sie oft nur in einen kurzen Schlummer, nur um kurz darauf nur noch stärker wieder zu erwachen, während ich noch meine Wunden lecke.
Doch wie ich schon sagte, ich bin eine Kämpferin. Ich haben meine Waffen gewählt. Es sind zwei an der Zahl: die erste, ist das Wort. Denn jedes Wort, dass ich über meine Geister schreibe, spreche, jede Verbalisierung ihrer Schrecklichkeit macht sie kleiner und weniger furchteinflößend. Wie in der Geschichte über die schrecklichen Riesen, die es sich im Schloss des einst so fröhlichen Königs bequem machen, dann aber durch Freude und Lachen immer weiter schrumpfen und am eine kleiner als Staubkörnchen sind, genauso verhält es sich mit den Geistern der Vergangenheit. Schweigen, Angst, Isolation lassen sie wachsen, lassen sie erstarken. Doch je mehr man sie zum Gegenstand von Konversation macht, je mehr man über sie herausfindet, desto kleiner und schwächer werden sie.
Doch ich sprach von zwei Waffen. Die zweite ist die vielleicht ungreifbarste und diejenige, die man am wenigsten verstehen kann - ich mag sie kaum benennen, denn das Wort, welches sie beschreibt, ist so banal und so platt, dass man kaum erkennen kann, welche Kraft dieser Waffe innewohnt. Die Waffe, die ich meine, ist die Liebe. Denn auch das ist es, was die Geister tun: Sie machen einen glauben, dass man es nicht Wert ist, geliebt zu werden. Dass mann der Liebe nicht würdig ist. Dass man sie nicht braucht, sie überflüssig ist, überbewertet wird. Man verlernt, Menschen zu lieben, sieht sie nur noch als seine Feinde, während der eigentliche Feind zum besten Freund wird. Deshalb wende ich mich nun genau dieser Waffe zu. Denn mit der Liebe kommt auch die Freude, das Lachen, das Leben zurück. Denn keiner kann leben, ohne zu lieben. Wer das behauptet, der lügt sich selbst etwas vor. Oder ist ein Psychopath, aber diesen Fall überlassen wir lieber den Psychologen und anderen Seelenklemptnern.
Es dauert seine Zeit, zu akzeptieren und sich daran zu freuen, geliebt zu werden, doch ich denke es lohnt sich. Ich bin noch lange nicht am Ende dieser Reise angelangt, der Reise zu meinem Ich, was auch immer das sein mag. Nach Freud ist das Ich derjenige Teil des Menschen, der zwischen dem Es, also den Instinkten, und dem Über-Ich, in Form des Gewissens, vermittelt. Es ist der Teil, der uns zum Menschen macht. Wir haben Instinkte, haben grundlegende Triebe, doch lassen wir uns nicht von ihnen steuern. Auch sind wir keine gefühlskalten Un-Menschen, die nur danach handeln, was für sie selbst das beste ist.
Doch ich denke, das Ich macht noch sehr viel mehr aus. Es ist unser innerer Antrieb, das, was und den Grund liefert, warum wir hier sind. Ob das stimmt, weiß ich nicht, das kann ich sagen, wenn ich es gefunden habe. Doch eins weiß ich: die Reise wird noch lange nicht zu Ende sein, und das ist ganz bestimmt noch nicht alles.
Nun, ich bin ein wenig abgescheift. Ich sprach vom Kämpfen. Davon, dass man sich überlegen sollte, ob es sich lohnt für etwas zu kämpfen. Nun, ich würde sagen, das was einen im Hier und Jetzt, in diesem Moment, vorantreibt, das, was einen einen Sinn im Leben sehen lässt, das, was Zukunft verspricht, dafür lohnt es sich immer zu kämpfen. Egal wie diese Zukunft aussehen mag, und egal worin dieser Sinn bestehen mag.
Darum: Kämpft! Kämpft um euer Leben!
Sonntag, 29. Dezember 2013
Gefühlschaos
Ich sehe dich an
du bist nicht mehr der Mensch
den ich kennengelernt habe
den ich geliebt habe
den ich immer noch liebe?
Ich weiß es nicht
weiß keine Antwort auf deine Frage
dein stummer Blick
die Bitte in deinen Augen
dich nicht zu verlassen
Doch was soll ich tun?
Mich selbst verleunen?
Dich in Sicherheit wiegen
während ich doch weiß
dass das Ende nicht so fern ist wie gehofft
Nein, ich will dich nicht verlassen
aber ich will ehrlich sein
und das kann ich nicht
würde ich sagen, was in mir vorgeht
wärst du weg
Meine Gefühle sind ein einziges Durcheinander
ich weiß nicht, was richtig ist
ich weiß nicht, was ich will
ich weiß nur
so kann es nicht weitergehen.
du bist nicht mehr der Mensch
den ich kennengelernt habe
den ich geliebt habe
den ich immer noch liebe?
Ich weiß es nicht
weiß keine Antwort auf deine Frage
dein stummer Blick
die Bitte in deinen Augen
dich nicht zu verlassen
Doch was soll ich tun?
Mich selbst verleunen?
Dich in Sicherheit wiegen
während ich doch weiß
dass das Ende nicht so fern ist wie gehofft
Nein, ich will dich nicht verlassen
aber ich will ehrlich sein
und das kann ich nicht
würde ich sagen, was in mir vorgeht
wärst du weg
Meine Gefühle sind ein einziges Durcheinander
ich weiß nicht, was richtig ist
ich weiß nicht, was ich will
ich weiß nur
so kann es nicht weitergehen.
Montag, 7. Oktober 2013
Bygone, but not lost
Jetzt, kurz bevor für mich das Studium losgeht, schaue ich immer öfter auf die vergangenen letzten Jahre zurück. Die geniale Zeit in der Oberstufe, beste Studien - und Abifahrt ever, die wundervollen Menschen die ich kennen lernen durfte und zu denen ich den Kontakt nicht so schnell verlieren werde, und natürlich auch das Auf und Ab in meinem FSJ.
Der vielversprechende Beginn in der Psychiatrie, die Erkenntnis, dass das für mich, vor allem aufgrund meiner eigenen oft labilen Psyche, eindeutig der falsche Platz war, und die glückliche Wendung als ich die Stelle im Kindergarten antreten durfte.
Dazu die vielen Conventions und Festivals auf denen ich war, auf die ich auch dringen wieder hin will (Hexentanz und Dong, ihr habt mich nicht zum letzten Mal gesehn!).
Am liebsten würde ich die Zeit zurückdrehn und das alles nochmal erleben. Aber das geht ja so leider nicht - also frisch auf zu neuen Taten!
Wenn es denn so einfach wäre. Für mich ist jede Änderung des Momentanzustands beängstigend. Auf mich allein gestellt in der Uni. In einer WG, mit Menschen die ich zwar immer besser kennenlerne, die aber doch in gewisser Weise noch Fremde für mich sind. Keine 5 Minuten Zugfahrt mehr um die Freundinnen zu sehen, kein Treffen mehr ohne größere Planung.
Die Angst, das Tanzen aufgeben zu müssen. Wegen Vorlesungen und Praktika. Und das nach bald 14 Jahren. Möglicherweise nächste Woche schon das letzte Training, der letzte Auftritt.
Und jetzt auch noch der Streit mit meinem Dad wegen dem Unterhalt. Manchmal frage ich mich, ob ich das Richtige tue.
Aber dann treffe ich neue tolle Menschen, der Kontakt zu alten Freunden bleibt trotz größerer Distanzen bestehen, und wenn man genau hinschaut, ist alles gar nicht so schlimm wie es scheint.
Denn schwelge ich nun weiter in Erinnerungen an eine wundervolle Zeit, und versuche mich auf neues zu freuen :) Und hoffe auf eine Zukunft, in der es sich zu leben lohnt.
Der vielversprechende Beginn in der Psychiatrie, die Erkenntnis, dass das für mich, vor allem aufgrund meiner eigenen oft labilen Psyche, eindeutig der falsche Platz war, und die glückliche Wendung als ich die Stelle im Kindergarten antreten durfte.
Dazu die vielen Conventions und Festivals auf denen ich war, auf die ich auch dringen wieder hin will (Hexentanz und Dong, ihr habt mich nicht zum letzten Mal gesehn!).
Am liebsten würde ich die Zeit zurückdrehn und das alles nochmal erleben. Aber das geht ja so leider nicht - also frisch auf zu neuen Taten!
Wenn es denn so einfach wäre. Für mich ist jede Änderung des Momentanzustands beängstigend. Auf mich allein gestellt in der Uni. In einer WG, mit Menschen die ich zwar immer besser kennenlerne, die aber doch in gewisser Weise noch Fremde für mich sind. Keine 5 Minuten Zugfahrt mehr um die Freundinnen zu sehen, kein Treffen mehr ohne größere Planung.
Die Angst, das Tanzen aufgeben zu müssen. Wegen Vorlesungen und Praktika. Und das nach bald 14 Jahren. Möglicherweise nächste Woche schon das letzte Training, der letzte Auftritt.
Und jetzt auch noch der Streit mit meinem Dad wegen dem Unterhalt. Manchmal frage ich mich, ob ich das Richtige tue.
Aber dann treffe ich neue tolle Menschen, der Kontakt zu alten Freunden bleibt trotz größerer Distanzen bestehen, und wenn man genau hinschaut, ist alles gar nicht so schlimm wie es scheint.
Denn schwelge ich nun weiter in Erinnerungen an eine wundervolle Zeit, und versuche mich auf neues zu freuen :) Und hoffe auf eine Zukunft, in der es sich zu leben lohnt.
Dong, nächstes Jahr sehen wir uns wieder!
Abonnieren
Posts (Atom)